Dienstag, Oktober 04, 2005

Halbgare Bierdeckelforschung

Folgende Pressemitteilung erreichte mich soeben via Agentur "pressetext". Die Nachricht ist besonders für die Hubert-Cup-Spieler wichtig, daher gebe ich sie hier (leicht gekürzt) sofort wieder.

Intelligenter Bierdeckel bestellt Nachschub



Zwei deutsche Studenten (Natürlich. Studenten. Wer sonst hat Zeit, aus dem Saufen eine Wissenschaft zu machen!?) haben einen Bierdeckel entwickelt, der selbständig Nachschub bestellt, sobald das Glas leer ist. (Doch zugegeben - das ist mal endlich eine wirklich sinnvolle Entwicklung) Matthias Hahnen und Robert Doerr hatten die Aufgabe, ein Alltagsobjekt weiterzuentwickeln und Computerfunktionen einzubauen. Die Idee entstand als die Forscher Andreas Butz von der Universität München und Michael Schmitz von der Saarland-Universität mit ihren Studenten beim Biertrinken saßen (Bedarf das einer Erwähnung? Da kommen doch alle guten Ideen her!). Heraus kam ein Glasuntersetzer, der durch Drucksensoren den Füllstand des Glases erkennt.
Kommt ein Bier auf den Tisch, misst der Bierdeckel automatisch das Gewicht und leitet es an den Computer hinter dem Tresen weiter. Alle folgenden Messungen werden mit der ersten verglichen. Sobald der Computer zu dem Schluss kommt, dass das Glas leer ist, wird der Kellner informiert (Das muss ich kritisieren. Dieser Zeitpunkt ist eindeutig zu spät. Das beweisen eigene, langjährige Feldstudien). Um dem Kellner die eigene Ungeduld zu vermitteln, reiche ein wiederholtes Klopfen auf den Untersetzer (Soweit müsste es nicht kommen, wenn die Forscher den ganzen Schritt gegangen wären und den Kellnerruf bei halber Füllhöhe etabliert hätten. Anfänger!!). Schmitz und Butz waren die Betreuer der beiden Studenten und es ist keine Überraschung welche Fächer die beiden belegen - einer studiert Produktdesign und der andere Computertechnik (?? Keine Überraschung wärs gewesen bei zwei Studenten der Brauereitechnik).
(...) Die aktuellen Kosten für die Herstellung eines mit Elektronik versehen Bierdeckels liegt (...) bei 84 Euro. In der Massenproduktion könnte der Preis jedoch auf unter 10 Euro gesenkt werden. "Wir haben schon einige Interessenten aus den USA, die Lizenzen für die Produktion erwerben wollen", sagte Schmitz gegenüber pressetext. Aus Deutschland gäbe es allerdings noch keine Anfragen.