Dienstag, Oktober 25, 2005

Celentano Whow!

Respekt!

Adriano Celentano hat letzte Woche im italienischen Fernsehen mit seiner Sendung "RockPolitik" die Einschalt-
quoten-
schallgrenze von 50 Prozent gerissen. Das Thema:

"Meinungsfreiheit". Ein schönes Thema im schönen Italien, das nach Ansicht der US-Organisation "Freedom House" in Sachen Pressefreiheit im Ländervergleich derzeit auf dem mageren Platz 77 steht - gemeinsam mit Bolivien und der Mongolei.

Das mit der miserablen Note in Sachen Pressefreiheit hat die italienische Regierung bislang noch nie gestört, die Celentano-Sendung aber findet sie doof. "Dieses Programm ist abscheulich", erklärte der italienische Telekommunikationsminister Mario Landolfi laut einem Bericht von www.news.ch.

Klarer Fall: Adriano kommt in die Hubert-Ehrenhalle! Was das mit Golf zu tun hat? Nix!

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Spielerportrait. Heute: Lutz

Na gut, Ihr Nasen. Alles muss man selber machen - schreib´ ich halt auch noch mein eigenes Spielerportrait. Aber das mir dann ja keiner meckert! Nun, wohlan:

Lutz "Hubert" Wilde. Wenn er auch nicht als ernstzunehmender Gegner taugt und sich besser wieder aufs Wakeboarden konzentrieren sollte (bislang hat er alle Forderungen vergeigt) - wenigstens hat er den Cup gestiftet. Dieser Spieler ist also trotz allem "most valuable" und hat die Karte für die Hubert-Tour damit bis 2015 sicher.

Plays: Wilson Fat Shaft - Linkshand! Drei gute Gründe: Hauser hat die Dinger auch - und sie sind von Wilson. Das ist jene Traditionsmarke, die seinerzeit auch Jimmy Connors ausgestattet hat. Mit Metallschlägern. Das war eine Sensation, seinerzeit! Norman spielt die glaub´ ich immer noch! Da fällt mir ein: Der (also Connors, nicht Norman. Noch nicht.) gehört auch in die Ruhmeshalle "Hubert is inspired by...". Und der dritte Grund: Linkshänder.

Drinks: Jever. Kronenbourg. Gilde Ratskeller. Gilde normal. Lindener Spezial. Becks (grüne Flasche). Staropramen. Schöfferhofer. Stralsunder. Slaty Bazant. Dreher. Budweiser. Jegliches Bier vom Faß. C-Frisch.

Profession: Journalist.

Age: Wie Norman.

Homespot: Gross Kienitz.

Hubert-Cup-Handycap (HcHcp): -54.

Hubert is also inspired by...

...not only Hawkey, Trapper, Kyle and Jack, but them - the Extreme Ironists. Allein schon, weil die - wie wir Golfer - eine Tour am laufen haben. Mehr über Extreme Ironing und die "Rowenta Classics" hier. Iron on!





Montag, Oktober 17, 2005

England-Germany 1:1

Da müssen wir wohl noch mal hin. Im direkten Vergleich der beiden Armee-Golfplätze Munster-
Kohlen-
bissen (wir berichteten) und dem British Army Golf Club in Lohheide bei Hohne bei Belsen bei Bergen bei Celle bei Hannover steht es 1:1. Eine Entscheidung, wo man nun besser Panzergolf spielen kann, steht noch aus.

Der Club: Auch bei den Briten geht es legér zu. Das Greenfee ist auch hier hinter irgend eine Tonne zu legen, falls niemand da ist und der Begriff "Etikette" kommt nur ins Spiel, wenn es wirklich wichtig ist. Also zügig spielen, nicht rumbrüllen. Ob man einen Kragen am Hemd hat, interessiert hingegen niemanden. Sehr schön.
Der Club liegt versteckt in einer militärischen Sperrzone. Nur wer keinen Respekt vor "Durchfahrt verboten!-Schildern" und Kettenfahrzeugen hat, kommt überhaupt auf den Platz. Der besteht aus einer Neunloch-Anlage mit 18 verschiedenen Abschlägen (also wie in Munster). Doch leider sind in Sachen Abschlag jetzt schon die Winterregel in Kraft. Es ist auf also beiden Runden vom selben Abschlag zu spielen, was den Score ein wenig verfälscht.

Der Platz: Prima! Auch hier verzichtet man weit gehend auf teure Wasserhindernisse und setzt auf Grünbunker und - grauenvoll - auf die gute, alte Erika. Dieses böse Heidegewächs lässt zu kurz geraten Bälle vom Abschlag für immer verschwinden. Wer aber ins Spiel kommt, hat gute Chancen, seine verzogenen Bälle zu finden. Das Rough unter den Bäumen ist dann wieder ganz angenehm.
Insgesamt macht die Anlage einen klein wenig ungepflegteren Eindruck als die der Konkurrenz in Munster, dafür ist der Platz aber etwas abwechslungsreicher. Weite Fairways wechseln sich mit gruselig engen Bahn durch die Bäume ab und gelegentlich gehts auch mal rauf und runter. Unter dem Strich bleibt: Ein Platz, der sein Geld (15 Euro Greenfee wochentags, 25 Euro am Wochenende) durchaus wert ist. Für Spieler, die üblicherweise mit Beckenbauer in A-Rosa oder St. Leon Rot ihre Runden drehen, ist Lohheide (wie auch Munster) hingegen keine Reise wert. Allein schon, weil es hier keine Marshals gibt, die alle zusammenscheißen, die nicht schon mal im Fernsehen aufgetreten sind oder weniger als drei Autos haben. Hier gibt GAR keine Marshals (oder E-Carts). Der britische Offizier (und auch die spielenden Mannschaftsdienstgrade inklusive ihrer Kinder) weiß einfach, wie man sich auf einem Golfplatz verhält. Schläger werden immer weg von den Zuschauern geworfen.

Das Ambiente: Durch und durch british! "Sorry, we do not speak german" heißt es im Proshop, einer kleiner Baracke gegenüber dem Clubhaus, einer etwas größeren Baracke. Dort heißen die Pommes Chips und überall hängen Bilder von Uniformträger mit britischen Namen (der Clubgründer heißt Major Mc O´Hearthnthnithchyson oder so. Und natürlich sieht er aus wie John Cleese). Es ist ein bescheidenes Ambiete, das gleichwohl vor Tradition trieft. Beindruckende Namenstafeln zeugen von großen, britischen Spielern, die sich hier in den vergangenen vier, fünf Jahrzehnten den Armyalltag mit Bestball- und Skinsmatches um den bescheidenen Sold Ihrer Majestät versüßt haben. Auch Spieler ohne Etikettekenntnis werden hier am Eingang ihren Rücken grade machen, mit einem "god save the queen"" das "morn´sir" des Bartenders im verrauchten Barbereich erwidern und zum ersten Abschlag schlendern.

Der Panzerfaktor: Man mag es kaum glauben, aber hier haben die Briten die Nase vorn. Während unseres Spiels sind schätzungsweise 40 Panzer am Platz vorbei gedonnert. Da kommt Munster - trotz der für diesen Wertungsbereich tollen Lage neben dem Panzerübungsgelände (das übrigens auch "Range" heißt") - nicht mit. Dort habe ich höchstens ein dutzend Panzer gezählt. Hier bügelt Hohne die Defizite im Platzvergleich aus.

Das Fazit: Auch in Lohheide/Hohne/Belsen/Bergen/Hannover gilt: Golf muss nicht teuer und schnöselig sein. Wer in Sachen "Armee-Unterarm-Tatoos" noch etwas dazu lernen will und Wert auf eine wirklich entspannte Golfrunde legt, ist hier richtig. Die Chips sind klasse, dazu empfehle ich auch in Zeiten von Vogelgrippe die Chickennuggets. Und als kleinen Tribut an die deutschen Gäste gibts sogar eine Currywurst.

Kontakt:

Golfclub Hohne e.V. British Army Golf Club
29303 Lohheide

Homepage: Fehlanzeige.

Anfahrt: Nur mit Kompass.

Empfehlung: Rufen Sie vor einem Besuch die Nummer 05051-43930 an. Vielleicht sagt man ihnen, wie man auf den Platz findet. Wenn Sie es selber versuchen wollen, ein Tipp: Sobald Sie in der Nähe des Örtchens Belsen sind und Kettengerassel hören, ist es nicht mehr weit. Es gibt auch eine Ausschilderung.

Donnerstag, Oktober 06, 2005

Coming soon: Hubert meets the Queen

Hubert geht erneut auf Reisen - diesmal mit dem Ziel Lohheide. Lohheide liegt bei einem Truppenübungsplatz bei Belsen, das wiederum bei Bergen liegt, irgendwo bei Celle - sagen wir also: Bei Hannover. Erneut geht es also mitten ins Nichts. Doch nach der Erfahrung in Kohlenbissen (bei Munster, bei Soltau - also ebenfalls im Nichts) auf dem dortigen Secret Spot "Golfclub Munster" sind wir erwartungsfroh. Da, wo niemand hingeht, gibts noch was zu entdecken.

Es erwartet uns "The British Army Golf Club", eine steinalte Institution im - seit den 40er Jahren - von Briten geprägten, niedersächsischen ländlichen Raum. Der Club hat selbstredend keine Homepage und ist auch sonst nur schwer zu finden. Lediglich ein netter User des Spicygolfforums konnte mir mit einem geheimen Luftbild belegen, dass die Offiziere "in her majesties service" hinter den Bergener Hühnengräbern tatsächlich irgendwann einmal einen Acker in Niedersachen zu einem Course umgegraben haben.

Auch hier erwartet uns wohl ein 9-Loch-Kurs mit 18 verschiedenen Abschlägen - ein Konzept, dass uns ja auch bereits in Munster sehr gefallen hat. Geöffnet ist ganzjährig. Also - gehen wir spielen. Bei einem anschließenden Cup of Tea wird dann der Bahnbereicht erstellt. Werden zuvor aber noch ein wenig an unserer strammen Haltung arbeiten, den Schuhputz verbessern und das Englisch auffrischen. Wir wollen der Queen doch ordeentlich gegenüber stehen, wenn sie zufällig ihrem Dragoner Squadron einen Besuch abstattet .

Wer kommt mit? Norman? Tanners oder Golf?? Eine Automobil mit Faltdach wäre wieder am Start. Nicht vergessen: zuvor Euro in Pfund tauschen!!

Dienstag, Oktober 04, 2005

Halbgare Bierdeckelforschung

Folgende Pressemitteilung erreichte mich soeben via Agentur "pressetext". Die Nachricht ist besonders für die Hubert-Cup-Spieler wichtig, daher gebe ich sie hier (leicht gekürzt) sofort wieder.

Intelligenter Bierdeckel bestellt Nachschub



Zwei deutsche Studenten (Natürlich. Studenten. Wer sonst hat Zeit, aus dem Saufen eine Wissenschaft zu machen!?) haben einen Bierdeckel entwickelt, der selbständig Nachschub bestellt, sobald das Glas leer ist. (Doch zugegeben - das ist mal endlich eine wirklich sinnvolle Entwicklung) Matthias Hahnen und Robert Doerr hatten die Aufgabe, ein Alltagsobjekt weiterzuentwickeln und Computerfunktionen einzubauen. Die Idee entstand als die Forscher Andreas Butz von der Universität München und Michael Schmitz von der Saarland-Universität mit ihren Studenten beim Biertrinken saßen (Bedarf das einer Erwähnung? Da kommen doch alle guten Ideen her!). Heraus kam ein Glasuntersetzer, der durch Drucksensoren den Füllstand des Glases erkennt.
Kommt ein Bier auf den Tisch, misst der Bierdeckel automatisch das Gewicht und leitet es an den Computer hinter dem Tresen weiter. Alle folgenden Messungen werden mit der ersten verglichen. Sobald der Computer zu dem Schluss kommt, dass das Glas leer ist, wird der Kellner informiert (Das muss ich kritisieren. Dieser Zeitpunkt ist eindeutig zu spät. Das beweisen eigene, langjährige Feldstudien). Um dem Kellner die eigene Ungeduld zu vermitteln, reiche ein wiederholtes Klopfen auf den Untersetzer (Soweit müsste es nicht kommen, wenn die Forscher den ganzen Schritt gegangen wären und den Kellnerruf bei halber Füllhöhe etabliert hätten. Anfänger!!). Schmitz und Butz waren die Betreuer der beiden Studenten und es ist keine Überraschung welche Fächer die beiden belegen - einer studiert Produktdesign und der andere Computertechnik (?? Keine Überraschung wärs gewesen bei zwei Studenten der Brauereitechnik).
(...) Die aktuellen Kosten für die Herstellung eines mit Elektronik versehen Bierdeckels liegt (...) bei 84 Euro. In der Massenproduktion könnte der Preis jedoch auf unter 10 Euro gesenkt werden. "Wir haben schon einige Interessenten aus den USA, die Lizenzen für die Produktion erwerben wollen", sagte Schmitz gegenüber pressetext. Aus Deutschland gäbe es allerdings noch keine Anfragen.

Natürlich war auch die Fotopresse anwesend

Dennis ist jetzt Boss

Pankow. Im längsten Match der Saison hat Dennis "The Ace" Sohnemann erstmals den Cup errungen. Der bisherige Titelträger Lars "Joker" Wilde musste die begehrte Trophäe nach spannenden 18 Löchern an seinen ärgsten Konkurrenten abtreten.

Besser konnten die Bedingungen nicht sein: Ein vollkommen leerer Platz in Pankow am frühen Sonntag morgen, Warmspielmöglichkeiten vor dem Match, jede Menge Käsebrötchen und sogar ein E-Cart. Die jüngste Ausscheidung im Hubert-Cup-Championat lief unter professionellen Rahmenbedingungen ab. Am Start im Kampf um den Cup waren "The Ace", "Joker" und "Hubert" - und alle drei waren hochmotiviert. Nicht ganz so motiviert war "The Wild Thing" - Robert ließ sich kurz vor dem Beginn des Matches wegen einer Sauferei am Vorabend entschuldigen. "Kienzle" war gerade nicht im Lande.

Immerhin: Drei von Fünfen am ersten Tee im Morgennebel, in dem Dennis gleich mal klar machte, dass er der heißeste Anwärter auf den Cup ist: The Ace startete mit 5 Bogeys in Folge und setze auf der Sechs noch ein Par oben drauf. Lutz hingegen spielte lediglich ordentlichen Standard und Lars begann schlecht - mit einer 10 auf Bahn 1.

So schien das Rennen gelaufen, bevor es richtig gestartet war. Doch mit dem Ende der Front Nine wechselte Fortuna die Fronten. Lutz brach auf drei Löchern in Folge ein und verabschiedete sich damit aus dem Kreis der echten Anwärter. Auch ein passables Spiel auf den hinteren Löchern änderte nichts mehr daran, dass er nur noch um Platz drei spielen konnte. Diese Platzuierung konnte er sich schließlich auch tatsächlich erkämpfen.

Lars aber spielte immer sicherer. Unauffällig pirschte er sich auf den kommenden Löchern wieder an Dennis heran, der zwar auf den Fairways brillierte, häufig aber mit seinem Abschlag haderte. So weit wie seine Bälle flogen, so oft gingen sie auch ins Rough. In Pankow heißt das: Strafschläge zählen, denn finden tut man dort im Zweifel nur die Bälle anderer Spieler.

So kam es an Loch 18, einem kurzen Par3, zum Showdown: Lars (mit lediglich einem Schlag unter) brillierte mit einem ordentlichen Abschlag neben das Grün, während Dennis die Kugel scheinbar unrettbar ins Nichts schoß. Eine rasante Fahrt mit dem E-Kart zur Balllage zeigte dann aber, dass Dennis doch ohne größere Probleme aufs Grün pichten konnte - und es auch tat. Damit war das Ding gelaufen. Die Traumschläge, die Lars benötigt hätte, um es rumzureißen, blieben aus und Dennis holte sich den Titel "Boss" mit 106 zu 109. Knapp 20 Schläge dahinter kam Lutz ins Ziel. Einer muss ja den Spielbericht schreiben.

Nachtrag: Satzungsgemäß befüllte Dennis anschließend den Cup mit Becks und die Wettspieler ließen es sich schmecken. Eine weitere Runde wird in den nächsten Tagen fällig, da Dennis die einzige Lady des Tages schoß. Die Turnierleitung regt an, in den nächsten Tagen einen Regel- und Ettikette-Abend in den Nemo-Bar abzuhalten, bei der die Satzung modifiert und die Winter-Turnier-Regeln erarbeitet werden sollten. Hier hat sich Lars ja bereits bereit erklärt, einen Pokal zu besorgen. Ein Wettspiel um den Hubert in den kommenden Tagen ist beschlossene Sache. Was ist mit kommendem Montag?